So pflegst du deine Winterausrüstung richtig - 5 Fehler, die du vermeiden solltest

So pflegst du deine Winterausrüstung richtig - 5 Fehler, die du vermeiden solltest

Wintermorgen in den Bergen - 3 Aussichtspunkte für unvergessliche Sonnenaufgänge Du liest So pflegst du deine Winterausrüstung richtig - 5 Fehler, die du vermeiden solltest 3 Minuten Weiter Kälte Mythen: Was beim Wandern im Winter wirklich stimmt

Eine gute Ausrüstung hält dich warm, trocken und sicher. Deshalb ist es umso wichtiger, dass du sie auch richtig pflegst.
Gerade im Winter ist Kleidung und Equipment starker Belastung ausgesetzt: Schnee, Feuchtigkeit, Salz und Schmutz setzen den Materialien stark zu.
Mit ein paar einfachen Gewohnheiten kannst du die Lebensdauer deiner Ausrüstung deutlich verlängern. 

 

       1. Falsches Waschen zerstört die Funktion

Viele glauben, Outdoor-Bekleidung sollte möglichst selten gewaschen werden. Das Gegenteil ist aber der Fall.
Schweiß, Fett und Schmutz verstopfen die Membranen – und machen Jacken und Hosen undurchlässig.

So geht’s richtig:

  • Nur mit speziellen Funktionswaschmitteln waschen (kein Weichspüler, kein Vollwaschmittel!)
  • Schonwaschgang bei 30 °C
  • Reißverschlüsse, Klettverschlüsse und Kapuzen vorher schließen
  • Danach sanft trocknen und ggf. im Trockner auf niedriger Stufe aktivieren, um die Imprägnierung zu reaktivieren 


2. Nasse Schuhe einfach trocknen lassen

Ein häufiger Fehler: Winter- oder Bergschuhe werden nach der Tour einfach in den Heizraum gestellt.
Hohe Hitze beschädigt Leder und löst die Verklebung, wodurch das Material spröde und brüchig wird.

So geht’s richtig:

  • Innensohlen herausnehmen, Schuhe locker stopfen (z. B. mit Zeitungspapier)
  • An einem luftigen, warmen Ort trocknen lassen
  • Danach mit Pflegewachs oder Imprägnierung behandeln
  • Synthetik-Schuhe können mit lauwarmem Wasser gereinigt werden


3. Handschuhe, Mützen & Buffs einfach in die Waschmaschine werfen

Kleine Textilien aus Fleece oder Softshell verlieren schnell ihre Form oder Funktion, wenn sie falsch gewaschen werden.

So geht’s richtig:

  • In einem Wäschesack waschen, um Reibung zu vermeiden
  • Kein Weichspüler – der verklebt die Fasern
  • Lufttrocknen statt Trockner
  • Beheizbare Handschuhe nur mit einem feuchten Tuch abwischen, Akkus immer vorher entfernen

        4. Imprägnierung wird zu selten erneuert

Auch wasserabweisende Materialien brauchen Pflege. Nach ein paar Einsätzen im Schnee lässt der Abperl-Effekt oft nach und die Feuchtigkeit dringt schneller ein.

So geht’s richtig:

  • Nach dem Waschen regelmäßig Imprägnierspray oder Wash-in-Imprägnierung verwenden
  • Gleichmäßig aufsprühen, besonders auf Schultern, Ärmel und Knie
  • Anschließend leicht erhitzen (Föhn oder Trockner) , dadurch wird die Schutzschicht aktiviert


5. Ausrüstung falsch lagern

Nach dem Winter einfach alles in den Keller werfen? Schlechte Idee.
Feuchtigkeit, Schimmel oder zu viel Druck können hochwertige Materialien ruinieren.

So geht’s richtig:

  • Trocken, luftig und dunkel lagern
  • Schlafsäcke und Daunenjacken nicht komprimiert, sondern locker aufgehängt oder in großen Beuteln aufbewahren
  • Schuhe mit Zeitungspapier oder Spanner stabilisieren
  • Elektronische Geräte (z. B. Stirnlampen, Powerbanks) mit vollem Akku einlagern, um die Lebensdauer zu erhalten